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Familienfreundliche Unternehmen

Diese Arbeitsgruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmen in Bezug auf „Familienfreundliche Maßnahmen“ zu sensibilisieren und Firmen, die schon familienfreundliche Personalpolitik in ihren Firmen praktizieren, bekannt zu machen.

Im Focus soll dabei Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehen:

  • Flexible Arbeitszeiten
  • Telearbeit
  • Rücksicht auf Kinderbetreuung
  • Seniorenbetreuung


Das Schwalmtaler „Bündnis für Familie" hat drei örtliche Unternehmen als familienfreundlich ausgezeichnet. Die Ehrung soll nicht nur Anerkennung sein, sondern vor allem weitere Betriebe zum Mitmachen anregen.

Schwalmtal

Dass ihr Unternehmen als familienfreundlich ausgezeichnet wird, hat Ferdi Buffen und Karl-Josef Dammer von der Geschäftsleitung des Agrarhandels Weuthen dann doch überrascht. „Wir sind ein kleiner Mittelständler, bei uns kennt man sich. Und wenn man merkt, dass es irgendwo hakt, egal ob bei der Kinderbetreuung oder der Arbeitszeit, muss man eben eine Lösung finden. Das ist doch selbstverständlich.“ So formuliert es Buffen, der jetzt gemeinsam mit Dammer die Auszeichnung als „familienfreundliches Unternehmen“ vom Schwalmtaler „Bündnis für Familie“ entgegennahm.

Dafür hatte das Schwalmtaler Bündnis örtliche Unternehmen angeschrieben und einen Fragebogen mitgeschickt. Darin sollten die Betriebe etwa angeben, ob es Unterstützung für die Mitarbeiter gibt, wenn die Kinderbetreuung mal ausfällt, ob flexible Arbeitszeiten möglich sind, wie Eltern während der Elternzeit Kontakt mit dem Betrieb halten können und vieles mehr. „Von 55 angeschriebenen Unternehmen schickten 15 die Bögen zurück“, sagt Maria Beiten vom Arbeitskreis „Familienfreundliche Unternehmen“ im Bündnis.

Weuthen erhielt die Auszeichnung unter anderem für besondere Angebote für Wiedereinsteiger nach der Elternzeit, die Vermittlung von Betreuungsplätzen oder Tagesmüttern und die Übernahme von Betreuungskosten. „Und wenn eine Mutter das Kind mal für einen Morgen mit ins Büro bringt, weil die Tagesmutter ausgefallen ist, ist das auch kein Problem“, sagt Buffen.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Volksbank Schwalmtal, die die Auszeichnung unter anderem deshalb erhielt, weil sie flexible Arbeitszeitmodelle anbietet wie etwa Job-Sharing, Vertrauensarbeitszeit, Teilzeit während der Elternzeit, mobile Telearbeit und Teamarbeit. Auch die Schwalmtaler Firma Tacken gehört zu den familienfreundlichen Unternehmen, unter anderem aufgrund einer - auch geplanten - Kooperation mit anderen Betrieben bei der Kinderbetreuung, der Möglichkeit, Arbeit mit nach Hause zu nehmen und auch deshalb, weil Tacken den Punkt „Familienorientierung“ mit in die Unternehmensleitsätze aufgenommen hat. Familienorientierung werde für Unternehmen immer wichtiger, ist sich auch Ferdi Buffen sicher. „Wir wollen keine Fluktuation, sondern Mitarbeiter, die über Jahre und gerne bei uns arbeiten“, sagt er.

Neben der Urkunde will das Schwalmtaler Bündnis nun noch ein Logo erstellen lassen, das die ausgezeichneten Betriebe für sich verwenden dürfen. Wenn Schwalmtaler Unternehmen als besonders familienfreundlich bekannt werden, könnte dies auch mehr Familien nach Schwalmtal locken, ist sich Bürgermeister Reinhold Schulz sicher, „deshalb hoffen wir, dass sich auch andere Betriebe von den Ideen inspirieren lassen und mitmachen.“

BIRGITTA RONGE
Quelle:
Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH

Weuthen